Turnerschaft "Riemann von 1821"

e.V. Eutin

Neuigkeiten

Bericht zur Bungsberg-CTF 2016
06.11.2016

"Wunderschönes Matschgefräse" (Dirksen1)

Fahrrad duschen - das Sportgerät hat Vorrang!

Dass der „Hasselbrack“ mit 116 m der höchste Berg Hamburgs, der „Helpter Berg“ mit 179 in Mecklenburg- Vorpommern und der „Langenberg“ die höchste Erhebung Nordrhein- Westfalens ist, ist hierzulande wohl eher unbekannt. Dagegen ist der Bekanntheitsgrad des Bungsberges, zumindest in der Radsport-Szene, auch über die Landesgrenzen hinweg, weitaus höher. Dies liegt an unserer, seit 2005 jährlich stattfindender Country-Touren- Fahrt.

In diesem Jahr kamen Teilnehmer des Marathons sogar aus Bochum, Peine und Brandenburg. „Viele CTF-Marathons werden ja nicht angeboten“, hörte ich jemanden sagen. Bei dieser Streckendistanz über 100km konnten wir einen erfreulichen Zuwachs der Teilnehmer verbuchen; 22 Fahrer machten sich um 8:00 Uhr auf in den Wald, um schon einmal vorab 26 km zu radeln. Die Gruppe trennte sich relativ schnell, entsprechend dem gewünschten Tempo. Orientierung war dabei kein Problem, da die meisten Teilnehmer sich mittels eines vorher ausgegebenen Tracks und ihren Navigationsgeräten im Wald bewegten. Außerdem führten drei streckenkundige Guides. Wieder in Eutin angekommen, gab es eine erste Verpflegung und nun mischten sich die Marathonis mit den Fahrern der anderen Streckenlängen.

Um 10:00 Uhr war der offizielle Start für weitere ca. 100 Fahrer. Nun hieß es für alle Teilnehmer: Auf zum Bungsberg, der höchsten Erhebung Schleswig- Holsteins. Hier wartete schon die Verpflegungs-Crew auf die ersten Bergbezwinger. Käse- und Wurstbrote, Nutella und Banane, Haribos und heiße Brühe, nur sportgerechte Nahrung wurde angeboten. Die einen fuhren eine Schleife und kehrten noch einmal zum Berg zurück, die anderen traten den Heimweg an. Das Team der Bungsberg-CTF kann wieder einmal auf eine erfolgreiche Durchführung zurückblicken. Eingespielt sind inzwischen die Helferteams; Ausschilderung, Anmeldung, Strecke und Guides, Verpflegung vor, während und nach der Tour verliefen reibungslos- lediglich der Start könnte etwas geordneter verlaufen. Hier gibt es Verbesserungsbedarf.

„Was für ein schöner Tag - was für eine schöne Tour, die TS Riemann Eutin mit befreundeten Vereinen und Gastguides für uns organisiert hat!“ schreibt Kocmonaut im HFS- Forum.

Und FraBo schreibt: „Was für ein super Wochenende. Drei Tage Crossen in der Holsteinischen-Schweiz. Danke an das Team für die reichhaltige Verpflegung, die schöne Strecke und das trockene Wetter. Nächstes Jahr wieder Bungsberg. Gruß aus Bochum“

Und Albert: „Es ist doch erstaunlich, wie man aufatmet, wenn man endlich den Turm sieht und dann natürlich den Bungsberg hochklettern kann.“

Es war das Jahr 1980, als Ekkehard „Bonne“ Nepf die Idee hatte, mit Fahrrad-Begeisterten regelmäßig Radtouren in das Umland von Eutin zu unternehmen. Schnell wurde daraus die Gründung der Radsportabteilung der TS Riemann. Markenzeichen bis heute: RR für Riemann Radsport. Zeitweise waren bis zu 60 Mitglieder auf ihren Drahteseln unterwegs. Auch etliche Kinder machten begeistert mit. Im Laufe der Zeit wurden auch Mehrtagestouren am Wochenende unternommen. Ziele gab es in Norddeutschland und Dänemark einschließlich der Insel Bornholm. 

Nebenbei wurde der Wunsch geboren, für Interessierte auch längere Touren anzubieten. So entstand das Angebot, jedes Jahr eine Tour durch mehrere Bundesländer zu organisieren (nach der Wende auch in den neuen Ländern). Dabei war Kondition gefragt. Wer „Bonnes“ Leistungsprüfung vor Ort nicht bestand, hatte keine Chance, an einer solchen Fahrt teilzunehmen. Waren doch immerhin bis zu 100 km am Tag zu fahren; und das auch im Gebirge! Nachdem Ekkehard Nepf die Abteilungsleitung aus persönlichen Gründen aufgab, folgten ihm als Leiter Hans Kania, Christel Hilgenfeld und bis heute Roswitha Suhr. 

Pause im Haveland

Parallel zur Radwandergruppe etablierte sich die RTF-Gruppe (Rad-Touren-Fahren), die den Leistungsgedanken in den Vordergrund stellt und bei Wettkämpfen bis zur Bundesebene in den letzten Jahren etliche sehenswerte Preise „erfahren“ konnte. An dieser Stelle sollte einmal erwähnt werden, dass im Riemannhaus im hinteren Teil ein Wandspiegel mit Unterschriften von Riemann-Mitgliedern hängt. Dieser Spiegel ist ein Wanderpokal, den die Mannschaft erhält, die Landesmeister im RTF-Fahren geworden ist. Nach drei Siegen hintereinander verbleibt der Spiegel bei diesem Verein. Diesen großartigen Erfolg hat bisher auf Landesebene nur die RTF-Gruppe der TS Riemann Eutin erreicht! 

Zurück zur Rad-Wandergruppe. Naturgemäß sind im Laufe der Jahre die Mitglieder älter geworden (fast alle Mitglieder sind über siebzig Jahre alt); jüngere Menschen sind nicht mehr bereit, sich regelmäßig in der Gruppe im Rahmen eines Vereins zu treffen und Fahrrad zu fahren.  

Daher wird dieses Jahr 2015 auch das letzte der Radwandergruppe sein.

Wir alle denken an schöne gemeinsame Erlebnisse zurück und sagen T s c h ü ß, verbunden mit einem Dank für die immer gute Unterstützung durch den Verein.

Roswitha Suhr

Ein Beitrag aus der Sportklingel 31 

Am 3. Oktober 2015, ein herrlich sonniger Herbsttag, fand die Veranstaltung „Almabtrieb“ mit Start in Schwentinental/Raisdorf statt. Nach 150 km endete damit im Landesverband S-H die RTF-Saison. Also, die Rennräder werden überholt, gewartet und winterfest gemacht. Nun kommen die Crosser bzw. Mountainbikes zum Einsatz, um im Frühjahr nicht unfit die Saison zu beginnen. In diesem Jahr werden wir wieder in die Jahreswertung der Vereinsmeisterschaft auf Landesebene dabei sein, weil wir gerade die Mindestanzahl von 10 Fahrern erreichen. Diese Tatsache ist sehr stressig da niemand unter 25 Wertungspunkte erfahren darf. Hierzu gilt es den Breitensportkalender des BDR zu bemühen und die verschiedenen Wertungen zu absolvieren. 

Besondere Highlights sind der Super-Cup und der Nord-Cup. Die Nord-Cup-Marathon-Serie sind Thomas, Fritz, Michel und Heinz gefahren. Hier müssen von 8 Touren mindestens 4 absolviert werden. Als Fahrer beim Marathon-Cup-Deutschland waren Michel, Fritz, Thomas, Detlef, Dieter und Heinz unterwegs. Bei dieser Serien-veranstaltung sind von 16 Touren mindestens 6 nachzuweisen, um das Auszeichnungstrikot zu erhalten. Als herausragende Veranstaltungen sind: Alb-Extrem in der schwäbischen Alb; Teilnehmer Detlef, Fritz, Thomas und Heinz, Sauerland-Extrem; Teilnehmer Detlef und Fritz, Alpen-Brevet und Arber-Marathon fuhr Detlef sowie der Bodensee-Marathon den Thomas abspulte, zu nennen. Das Bundesradsporttreffen quasi vor der „Haustür“ in Boltenhagen besuchten Michel, Thomas und Heinz. 

Am 28. August fand die Vattenfall-Cyclassics statt. Die Radprofis starteten in Kiel und fuhren über Plön, Ascheberg, Segeberg und Kaltenkirchen nach Hamburg. Wir waren fast vollzählig mit 8 Fahrern dabei und fuhren zu diesem Zweck 160 km Eutin und zurück. 

Durch Unterstützung von Wolfgang, Sascha, Jürgen und Bernd, die ebenfalls die erforderlichen Wertungen erreichten, gelingt uns die Teilnahme an der Vereinswertung auf Landesebene. Als hoffentlich einmaliges Erlebnis das Unglaubliche: am 2. September fuhren Gerald und Heinz das 200 km Brevet zum Priwall. Bei diesen Fahrten verpflegt man sich selbst, regelt die Stopps und muss die Streckenbewältigung durch Stempel verschiedener Orte belegen. In Zarrentin machten wir im örtlichen Eiscafé Pause und bestellten Getränke und eine Kleinigkeit zu essen. Für unsere Wasserflaschen bat ich um Leitungswasser. Die Chefin forderte pro Flasche 50 Cent. Als die Bedienung abrechnen wollte wies Gerald auf die Forderung der Chefin hin. Die Bedienung sagte wir sollten die Flaschen ohne Bezahlung am Handwaschbecken füllen. Also zahlte ich die Zeche und Gerald füllte die Flaschen. Als er zurückkam und wir gehen wollten trat die „Lokaleignerin“ in Aktion und forderte die angekündigte Summe. Wir wissen nicht wie teuer Leitungswasser in Zarrentin ist, sondern stattdessen, dass diese „liebenswerte“ Dame den Systemwechsel -Sozialismus/Kapitalismus- mit Bravur gemeistert hat. 

Für unsere Abteilung endete mit der Veranstaltung Bungsberg-CTF am 8. November die Verpflichtungen und es folgen nur noch Schönwetterfahrten und die Mitgliedersuche, die schwierigste Aufgabe.

Heinz Schwechheimer

Bericht zur "Bungsberg - CTF die Zehnte"

08.11.2015

Am Tag vor der Veranstaltung wird es sehr spät, der letzte Kuchen ist aus dem Ofen, die Anfahrtsausschilderung ist erledigt und es fängt gemäß der Wettervorhersage an zu regnen und zu stürmen. Bleibt die Hoffnung und der Wunsch der Wetterfrosch möge Recht behalten und die CTF findet bei gutem Wetter statt. In der Nacht deutet nichts darauf hin, dass es pünktlich zum Start sonnig und warm sein wird. Selbst Fahrer im „Sommeroutfit“ mussten nicht frösteln. Um 8 Uhr starten 13 Fahrer die 35 km-Schleife durch die Flur und Wälder Richtung Bosau, um über Malente zum Start in Eutin zu gelangen. Die anspruchsvolle Strecke wird in ca. 1,5 Stunden absolviert.
Um 10 Uhr starten dann alle Teilnehmer auf unterschiedlichen Routen auf den Bungsberg und zwar in Gruppen von 15 bis 20 Fahrern. Der Bungsberg muss mindestens einmal, von den Marathon- und 66 km Fahrern zweimal überquert werden. Die Strecken sind besonders durch den starken Regen am Vorabend schwer und kräftezehrend. Insgesamt nahmen 157 Fahrer teil. Das größte Feld von 82 Startern nahm die 66 km in Angriff. Selbst die Schnuppertour von 32 km hatte noch 32 Teilnehmer. Die Örtlichkeiten sowohl am Start/Ziel wie auch der Kontrollpunkt auf der höchsten schleswig-holsteinischen Erhebung sind für unsere Veranstaltung sehr geeignet und gepaart mit sonnigem, trockenem Wetter etwas Besonderes. Ohne Übertreibung kann das so gesehen werden, da die Rückmeldungen der Fahrer überwiegend positiv sind. Die Voraussetzungen für solche Statements sind die Landschaft der Holsteinischen Schweiz, der Bungsberg selbst und die ausgefeilten Strecken durch den Kenner und Könner Gerald. Gegen 16 Uhr war in den Wäldern um Eutin kein CTF Mountainbiker bzw. Crosser mehr unterwegs. Erfreulicherweise gab es nur einen Sturz, der eine ärztliche Behandlung nötig machte. Die Veranstaltung wäre ohne Unterstützung einiger Helfer anderer Vereine aus eigener Kraft unserer bescheidenen Radsportgruppe nicht zu schultern. 

Hierfür allen Akteuren besten Dank.

Heinz Schwechheimer

Ein kurzer Einblick in den Radtourensport! 

Ein ganz normaler Radmarathontag beginnt öfter zwischen 4 und 5 Uhr, so z.B. in der Eifel  wo der Start um 6 Uhr erfolgte. Von uns sind dort Detlef, Thomas und Heinz über 220 km und 2500 Höhenmetern am 01. Mai gestartet. Bis Mittag war die Wetterlage nicht sonderlich einladend. Im Laufe des Tages erblickten wir dann sogar die Sonne und verspürten im Moseltal Richtung Koblenz den Gegenwind. 

Für die Bremer Veranstaltung am 09. Mai hatten wir 5 Fahrer gemeldet. Leider konnte Detlef Weber aus familiären Gründen nicht dabei sein. Da wir – Dieter, Thomas, Michel und Verfasser – entgegen der geplanten Strecke in Hollenstedt losfuhren, ersparten wir uns und der Umwelt 200 km Autofahrt.

Wieder klingelte der Wecker an diesem Tag um 5 Uhr. Mit zwei Autos fuhren wir um 6 Uhr Richtung Bremen. Am Ortseingang von Hollenstedt trafen wir Radsportler aus anderen schleswig-holsteinischen Vereinen die ebenfalls am End- u. Wendepunkt der Tour die Fahrt aufnahmen. Leider fuhren sie um 8 Uhr ohne uns los, weil der Verfasser seine Radsportschuhe in Eutin vergaß. In Ermanglung einer brauchbareren Lösung entschied er sich, mit Straßenschuhen auf Rennradpedalen zu fahren.

Es ging nordwestlich nach Harsewinkel und im großen Bogen nach Heidenau im Südosten, wo wir dank eines Regenschauers nass ankamen. Via Sittensen fuhren wir dann nach Bremen zum Veranstaltungsort. In Sittensen war nach 60 km für mich die Qual auf einem geringen Druckpunkt fahren zu müssen nicht mehr zu ertragen, meine Füße waren gefühllos. Im erstbesten Fahrradladen ließ ich günstige Normalpedale montieren. Nun hatte ich die unangenehmen Fußprobleme gegen die Witze der Kollegen eingetauscht.

Weitere 65 km sollten bis Bremen noch von uns zurück zu legen sein. Wir fuhren über Hetzwege, vorbei an Rothenburg/Wümme, durch Ottenstein an Fischerhude und Worpswede vorbei und schließlich dem Verlauf der Wümme folgend zur Bremer Uni. 

Nach einer erholsamen Pause und Erledigung von Formalitäten, Eintrag in den Wertungskarten machten wir uns auf den Rückweg. Nun war der Wind nicht mehr unser Gegner, sondern unser Helfer. Bei meistenteils Rückenwind umfuhren wir nördlich das Naturschutzgebiet Borgfeld und über Dannberg, Wilstedt und Oldendorf nach Zeven. Hier, bei Kilometer 180, machten wir Pause und genossen sowohl Kaffee wie Waffel mit Früchten und Eis, trotz der noch vor uns liegenden 40 km. Diese führte uns über Heeslingen, Boitzen Wangersen und Dohle südwestlich erneut nach Heidenau und schließlich die letzten 7km bis zu unserem Ausgangspunkt zurück.

Abgesehen vom weniger erfreulichen Regenteilstück war die Tour angenehm und trotz Anstrengung nicht die letzte dieser Art.

Ich hoffe der geneigte Leser kann sich ein Bild von der Tour machen. Solche Fahrten, besonders über kürzere Strecken, sollten als Anregung verstanden werden. 

Heinz Schwechheimer

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